Sakramente

 Die Mädchengruppe (Innenstadt) hat sich im Herbst 2008 während der Messdienerstunden mit dem Thema "Sakramente" beschäftigt, da diese einen wichtigen Bestandteil des katholischen Glaubensleben darstellen. Die Ergebnisse werden wir auf dieser Seite präsentieren:

 
Die Sakramente
 
 
Sakramente sind besondere, sakrale (d.h. heilige) Zeichen des Wirkens Gottes an uns Menschen. Als Handlungen der Kirche im Namen Gottes und auf die Einsetzung durch Jesus Christus hin (vgl. Neues Testament) sind sie den Gläubigen Beistand sowie Zeichen der Nähe Gottes im Alltag und neuer Antrieb sowie Symbol für die Hilfe aber auch die Aufgabe Gottes für uns. Diese Zeichen sind deshalb so wichtig, da sie uns schwer verständliche Formen von Gottes Wirkungsweise auf einer Ebene verdeutlichen, die uns Menschen aus dem Leben bekannt ist.
Als Mittelpunkt des christlichen Lebens ist hierbei vor allem die Eucharistie unter den sieben Sakramenten hervorzuheben, in der sich der Gläubige immer wieder aufs Neue mit Christus verbindet. Ebenso wie die Eucharistie sind auch Beichte und Krankensalbung Sakramente, die mehrfach gespendet werden können. Die weiteren vier Sakramente Taufe, Firmung, Ehe und Priesterweihe werden dagegen nur einmal gespendet, wobei sie jeweils einen neuen Abschnitt im Leben der Menschen kennzeichnen. Sakramente lassen den Menschen also in allen wichtigen Situationen des Lebens merken, dass Gott tatsächlich da ist und dem Gläubigen, der seine Nähe sucht, beisteht.



 

Die Taufe
 
Es gibt nur wenige, die sich an ihre eigene Taufe erinnern können, da meistens schon die Eltern kurz nach der Geburt die Entscheidung treffen, ihr Kind taufen zu lassen. Dennoch ist die Taufe ein wichtiger Moment im Leben jedes Christen, da sie die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche sowie die Aufhebung der Erbsünde darstellt.
Die Einsetzung durch Jesus Christus findet sich unter Mt 28,19:

 
„Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Auch der Apostel Paulus beschreibt die Taufe als „das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist“ (Tit 3,5) und sieht die Getauften als Kinder Gottes (vgl. Gal 3,26).
Im Laufe der Geschichte der Kirche hat sich der Ritus der Taufe allerdings geändert: Während früher das vollständige Eintauchen und die Taufe Erwachsener üblich war, werden inzwischen meistens Säuglinge getauft und zwar durch dreimaliges Übergießen mit Wasser.

Die Symbolik des Wasser ist auf unterschiedliche Weise zu deuten: Einerseits kann man das Eintauchen in das Wasser als Eintauchen in Christus interpretieren, andererseits kann das Ein- und Wiederauftauchen auch für den Prozess des Todes und der Auferstehung Christi stehen, in den die Getauften miteinbezogen werden, sodass auch sie die Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben bei Gott nach dem Tod haben.


 

 
Die Beichte

Im Laufe des Lebens macht jeder Mensch Fehler, auch wenn er sich noch so sehr bemüht, gerecht zu handeln: wir sind nicht perfekt. Deshalb lernen wir schon als Kinder, dass man sich bei denen, denen man Unrecht getan hat, entschuldigen muss, damit ein friedliches Zusammenleben der Menschen möglich ist.
Was aber ist mit Gott, der die Menschen als seine Kinder und die Schöpfung als sein Werk liebt? Wie können wir uns bei ihm entschuldigen und uns seiner Vergebung sicher sein?
Jesus nennt Gott „Vater“ und lehrt uns im „Vater unser“ (Mt 6,9), es ihm gleich zu tun. Wir glauben also nicht an einen strengen Gott, sondern dürfen Hoffnung auf die Gnade und Vergebung Gottes haben, wenn wir gesündigt haben. Das Zeichen, das und die Vergebung Gottes verdeutlicht, ist das Sakrament der Beichte, speziell das Kreuzzeichen des Priesters, der gemäß Joh 20,23 handelt:
„Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben;
wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“
So gelangt der Mensch, der sich von der Sünde abhängig gemacht hatte, wieder in den Zustand der Gnade, Gottesnähe und Freiheit. Er wird also auch wieder zu guten Werken, zu einem Neuanfang befähigt.
 
Die Eucharistie
 
We are one body,
The body of Christ,
And we do not stand alone.
We are one body,
The body of Christ,
And He came that we might have life.
                                                                 Weltjugendtag 1993 in Denver
 
Die Eucharistie, das gemeinsame Mahl der Christen in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, verbindet die gesamte Kirche mit Jesus Christus und das auf sehr physisch-reale Weise: Wir Katholiken glauben nämlich, dass sich die Hostie wirklich in Jesu Leib und der Wein wirklich in Jesu Blut verwandeln, wenn der Priester die Segens- und Wandlungsworte spricht, Mt 26, 26-28:
„Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis;
dann brach er das Brot, reichte es seinen Jüngern und sagte:
Nehmt und esst; das ist mein Leib.
Dann nahm er den Kelch,
sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten:
Trinkt alle daraus; das ist mein Blut,
das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird
zur Vergebung der Sünden.“
Das erste Mal, dass ein Gläubiger die Kommunion erhält, wird in der Kinderkommunion jeden Weißen Sonntag festlich gefeiert - es ist ein weiterer Schritt in Richtung Leben als mündiger Christ, wie schon die Taufe und später die Firmung.
Für das weitere Leben besteht das Gebot, jeden Sonntag die Messe mitzufeiern, also das Sakrament der Eucharistie zu empfangen. Man könnte es so formulieren, dass Gott ein guter Freund ist, der sich jedes Mal freut, wenn man ihn besucht, und den man nicht vernachlässigen möchte. Das gemeinsame Essen ist unter diesem Blickwinkel auch als Aspekt des freundschaftlichen Zusammenseins zu sehen.
So verbindet die Eucharistie die Gläubigen untereinander und vor allem mit Jesus Christus zu einer Gemeinschaft. Der Apostel Paulus drückt dies in Kor 12,12 folgendermaßen aus:
„Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat,
alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind,
einen einzigen Leib bilden:
So ist es auch mit Christus.“
In dieser Gemeinschaft mit Christus schenkt uns die Eucharistie genauso wie die Taufe die Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben durch Jesu Tod und Auferstehung, derer wir in jeder Messe gedenken und die uns zum Heil werden, wenn wir uns mit Christus verbinden.
 
Die Firmung
 
Mit der Firmung begegnet uns nun ein Sakrament, das nicht jeder Priester, sondern nur die Bischöfe spenden dürfen: Es handelt sich dabei um das Sakrament, das den Übergang vom Kind zum mündigen Erwachsenen darstellt.
Während der Firmung kommt der Heilige Geist auf die Firmlinge herab, wie es zum ersten Mal beim Pfingstereignis (Apg 2,1-13) mit den Jüngern geschah. Durch den Heiligen Geist werden sie in ihrem Glauben bestärkt (firmare ist Lateinisch und bedeutet „festigen, stärken, ermutigen“). Das beinhaltet aber auch den Auftrag, den Glauben missionarisch weiterzugeben - damals wie heute:
„Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in fremden Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab. (Apg 2,3-4)“
Die Metapher des Feuers ist ein schönes Bild für den Glauben, der auch geschürt werden muss, damit er nicht im Alltag und den Nebensächlichkeiten der Welt erstickt. Der Glaube kann aber ebenso, wenn er ausreichend geschürt wird, sich verbreiten, andere erfassen und zu einem Flächenbrand werden, der die Welt erleuchtet.
 
Die Ehe
 
Im Sakrament der Ehe geht der Gläubige nicht nur einen Bund mit Gott ein, sondern bindet sich auch vor Gott an den Menschen, den er besonders liebt. Insofern spenden sich die Brautleute dieses Sakrament gegenseitig, der Priester besiegelt ihren Bund in Gottes Namen.
Genauso wie Gott treu ist und uns Menschen immer zur Seite steht, wie sehr wir uns auch von ihm abwenden, so ist auch für die Ehe das Vertrauen und die Treue der Partner sehr wichtig - sie trauen sich. Von daher kann es eine Scheidung vor Gott nicht geben (sondern nur auf dem Standesamt), wie es in Mt 19,6 steht:
„Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.
Was aber Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.“
Zeichen der Verbundenheit der Eheleute sind die Ringe, die sie sich gegenseitig anstecken. Ein Ring hat außerdem keinen Anfang und kein Ende und stellt so auch die Treue dar.
Mit der Trauung beginnt ein Ehepaar also seinen gemeinsamen Lebensweg - und seinen Weg mit Gott: Es verspricht, auch seinen Kindern Gott nahe zu bringen und sie zum Glauben zu führen - sie folglich taufen zu lassen.
 
Die Priesterweihe
 
Durch die Weihe erhält der Priester die Befähigung und den Auftrag, die Sakramente zu spenden (mit Ausnahme der Firmung und eben der Priesterweihe selbst, die die Bischöfe spenden). Er wird zum Werkzeug Gottes, der durch ihn Zeichen in der Welt setzen, also Sakramente wirken kann. Dieser Auftrag geht auf Jesus zurück, der beim letzten Abendmahl gesagt hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19), woraufhin die Jünger nach seinem Tod und seiner Auferstehung zu Aposteln (griech. „Abgesandter, Bote“) wurden und für ihre Zeit äußerst weite Reisen, Verfolgung und sogar das Martyrium auf sich nahmen, um den Glauben zu verbreiten. Der heilige Paulus benennt dies folgendermaßen (1 Kor 4,1):
„Als Diener Christi soll man uns betrachten
und als Verwalter der Geheimnisse (lat. sacramenta) Gottes.“
Priester, die bei uns Katholiken Männer sein müssen, da sie ja Jesus Christus vertreten, widmen ihr ganzes Leben dieser Berufung: Sie feiern die Eucharistie, spenden die Sakramente, wirken seelsorgerisch in ihren Gemeinden, etc. Deshalb dürfen sie nicht heiraten, weil sie sonst ja entweder ihre Aufgabe als Priester oder ihre Familie oder im Zweifelsfall sogar beides vernachlässigen würden.
Ein anderer Weg, sein Leben ganz Gott zu weihen, ist der Eintritt in ein Kloster. Mönche, bzw. Nonnen leben in der Gemeinschaft miteinander und mit Gott und befolgen dabei die Regeln ihres jeweiligen Ordens, um ein Gott gefälliges Leben nach dem Grundsatz des heiligen Benedikt „Ora et labora!“ („Bete und arbeite!“) zu führen.
 
Die Krankensalbung
 
Es gibt viele Berichte in der Bibel davon, dass Jesus Kranke heilt, so z.B. die Heilung eines Gelähmten (Mt 9,1-8). Daher gibt es auch ein Sakrament, das Gottes Hilfe und Beistand bei Krankheit schenkt: Die Krankensalbung - der alte Begriff „Letzte Ölung“ wird nicht mehr verwendet, da er eher entmutigend klingt und sofort den Tod assoziieren lässt, anstatt den Kranken aufzurichten und zu stärken.
Jesus ist kein Messias der Gesunden, der Reichen, der Gerechten, sondern er wendet sich vor allem an diejenigen, die seine Hilfe brauchen: die Kranken, die Armen, die Sündern. Dieses Prinzip der Nähe Gottes und der caritas (lat. Nächstenliebe) prägt auch das Sakrament der Krankensalbung.
Aktuelles
 
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03.06. Jugendkatechese im Anschluss an die Spätmesse um 19:30 Uhr mit anschließender Anbetung
 
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